Montag, 1. August 2011

I proudly present

Wie schon in den Vorjahren erfolgreich praktiziert starten ein paar Mitstreiter unter Anleitung des Pillemeisters auch im August 2011 wieder ihre kleine Bundesliga-Tipprunde. Es haben sich großartige Menschen eingefunden, um den besten Seher zu ermitteln. Es gab in der Vergangenheit große Tipps, wie das legendäre 5:1 Hoppenheims gegen die Hertha, das der ansonsten eher schwache Herr Zimmermann exakt vorauszusagen wusste oder den grandiosen 0:9-Tipp, den der Torero himself im Vorfeld des Spiels S04-BVB abgab.
Im Folgenden möchte ich euch nicht vorenthalten, wer sich in unserer kleinen Gemeinde so alles eingefunden hat:
 
Andre: Schulfreund und in diesem Jahr erstmalig (unentschuldigt) fehlendes Gründungsmitglied der Göttertour.
chanal: Pilles bessere Hälfte Antje, kann die BVB-Aufstellung inklusive Bank im Schlaf aufsagen.
der_andy: Bester Mann Hannovers und fast noch Anfang 20, begeisterter Vier-Schanzen-Tournee-Vorsänger und heimlicher St. Pauli-Liebhaber.
derhasi: Ur-Bayer, Wahl-Hannoveraner und eingefleischter Sechz'ger, PES-Patch-Designer. Spielt vornehmlich "mit den kleinen Teams".
Herman: Kümmerte sich während meiner Zeit in Riga um meine Pflanzen, mittlerweile im Sauerland heimisch. Lieblingsgetränk: Springer Urvater.
herr_perez: BVB-Fan und Nahezu-Allesfahrer Flori, Torero-Bruder; Würde sogar Boris Becker im Pokern schlagen. 
Kevinga: Unger für Deutschland!
Koenich_Walle: Umbennenung in Walti oder Verwalti nahegelegt, größtes Vorbild von Timo Boll.
Lisa_Tippling: Hatte aufgrund familiären Backgrounds keine Chance: Fußball-Fachfrau mit heimlichen Sympathien für Hertha.
phille2: Torero.
scuzi: Bester Harz-Export seit der Brockenhexe, zertifizierter und von der Fachwelt bewunderter Fußball-Experte und Ex-Rapper mit den besten Punchlines seit der Band ohne Namen.
TipTopManne: Zweitbester BVB-Fan der Welt. Wird seinem Nickname seit zwei Jahren nicht im Ansatz gerecht. Motto: Ein 5:1-Tipp-Volltreffer in zwei Jahren reicht!
UweMoyela: Möchtegern und Gernegroß.
Zucki: Allseits beliebter und anerkannter BVB-Fan, der die Meisterschaft gemeinsam mit ein paar Scheichs bei Arrak und Wasserpfeife in Jordanien feierte (feiern musste?).
Eiserner_Torben: Erfinder des Herrentags.

Eventuell dabei:

Kochi: In Barcelona 2010 zum Mann gereift. Speerspitze der 1. Männermannschaft Stahl Brandenburgs. 
Alex: Ehemaliger kongenialer Wohnungsgenosse Pilles, scheinbar erwachsen geworden (und kugelrund).

 Juckt es in den Fingern? Dann klicke auf folgenden Link und beweise einer ausgewiesenen Expertengruppe, dass du und kein anderer der wahre Tipperkönig werden kannst!

www.kicktipp.de/rasenball0910

Schmerz lass nach!

Supercupfinale in Holland, Twente gegen Ajax: Verteidiger Peter Wisgerhof packt auf Höhe der Mittellinie eine Schwalbe aus, die an Dreistigkeit wohl nicht mehr zu überbieten ist. Als er bemerkt, dass er an den Ball nicht mehr herankommt, beschließt er, ein Foul zu schinden. Stand ja immerhin ein Gegenspieler im näheren Umkreis.

Doch der reine Fall ist dem Schauspieler nicht genug, einem veritablen Absprung folgt auch noch ein markerschütternder Schmerzschrei. Nach dem Spiel gestand der Delinquent sein Fehlverhalten immerhin ein. Bei seiner Schwalbe handelte es sich um die wohl "schlechteste überhaupt." Als Abwehrspieler wäre er  schlicht nicht geübt darin, abzuheben. Na dann.

Donnerstag, 28. Juli 2011

Spiele gibt's...

...die gibt's gar nicht.

Solche Geschichten schreibt nur der Fußball. Am gestrigen Abend stieg in Frankreich das Spiel um den Supercup - Vorjahres-Champion Lille traf hier auf Pokalsieger Olympique Marseille. In den ersten 70 Minuten ein ganz normales Spiel, der Meister führte 2:0 und befand sich auf dem besten Wege, das Ding sicher nach Hause zu schaukeln. Doch was dann geschah, war schier unglaublich:

Marseilles Anschlusstreffer in der 72. Minute konterte Lille postwendend mit dem dritten Treffer durch den letztjährigen Torschützenkönig Moussa Sow. Die Messe schien gelesen, zumal bis zur 85. Minute nichts weiter passieren sollte. Dann jedoch kam Marseille noch einmal heran und verkürzte durch einen Distanzschuss Jeremy Morels auf 2:3. Dem Ausgleich in der 87. folgte dann, als wäre das des Spektakels nicht schon genug, in der zweiten Minute der Nachspielzeit auch noch die Führung für OM, nachdem Andre Ayew im Strafraum umgerissen wurde.

Man ahnt es, Lille kam noch einmal zurück und erzielte wiederum postwendend das 4:4 (90+3). Spätestens jetzt hatte sich alles schon die Verlängerung eingestellt, doch wiederum ein Elfmeter sollte für den Blattschuss sorgen: Der Ghanaer Andre Ayew jagte den finalen Strafstoß ins Netz. 5:4 für OM, Fassungslosigkeit bei Meister Lille.

Spiele gibt's...

Montag, 25. Juli 2011

Und täglich grüßt der Mario...

Mario Balotelli sorgte in der jüngeren Vergangenheit schon für die eine oder andere Kopfschüttel-Aktion. Ob der 19-Jährige Stürmerstar von Manchester City nun minutenlang erfolglos versucht in ein Trainings-Leibchen zu schlüpfen, sich selbst in einem Interview als kommender Weltfußballer sieht oder bei einer Verkehrskontrolle auf die Frage, warum er 10.000 Dollar cash in der Hosentasche mit sich herumführt, antwortet, er sei eben reich. Der Mann bietet immer eine Story.

Zur Saisonvorbereitung befindet sich der Italiener momentan mit seinem Klub Manchester City im Vorbereitungscamp in den USA. Im Rahmen dessen fand auch ein Testspiel gegen David Beckhams LA Galaxy statt, Balotelli stand dabei in der Startelf. Doch warum holte Trainer Roberto Mancini ihn nach einer guten halben Stunde schon wieder vom Platz, obwohl der Gute nicht verletzt war?

Ein paar Minuten zuvor wurde Balotelli vom Spanier David Silva mit einem schönen Gassenpass geschickt und fand sich einen Moment später allein vor Galaxys Torwart wieder. Lupfen, Körpertäuschung, humorlos ins Eck: Die geläufigsten  Lösungen in solchen Momenten sind seine Sache nicht, und so geschieht Folgendes. Man beachte den WTF-Moment Edin Dzekos nebst ungläubigem Auf-die-Knie-sinken.

Mittwoch, 8. Juni 2011

Dortmunder Jungs

Es gibt viele Videos und mittlerweile auch DVDs von der Dortmunder Meisterfeier. Auch die Öffentlich-Rechtlichen haben den einen oder anderen wirklich schönen Beitrag gezaubert. Wem das aber alles zu anstrengend ist, dem sei das knapp vierminütige Werk "Dortmunder Jungs" von Joshua Beyer empfohlen. Schöne Bilder, vor allem der mit den Tränen kämpfende Kevin Großkreutz rührt. Die Gänsehaut kam in Schüben. Wirklich sehr empfehlenswert.


Dortmunder Jungs from Joshua Beyer on Vimeo.

Freitag, 27. Mai 2011

Ich habe eine Gurke gegessen!

Ja, so ist das. Sah schon ein bisschen schrumpelig aus das gute Stück. Vegetierte immerhin auch schon eine ganze Woche im Kühlschrank, der sonst GAR NICHTS hergab, herum. Musste also weg. Getreu Murphy's Law geschah dies natürlich auch exakt zwei Stunden vor der vorgestrigen Verkündung, Gurken spanischer Herkunft seien für das EHEC-Darmvirus verantwortlich.

Ich war in den letzten Tagen nicht einkaufen, könnte mir aber durchaus vorstellen, dass Gurken mittlerweile aus den Sortimenten der hiesigen Supermärkte wegrationalisiert wurden. Ist dem so?

Und nun fürchtet sich also das ganze Land vor einem Darm-Virus. EHEC also. Hm.

Müssen wir uns wirklich fürchten? Werden wir alle elendig zu Grunde gehen? Ich denke nicht. Und möchte in diesem Zusammenhang kurz an das Noro-Virus erinnern, dass vor zwei (oder waren es drei?) Jahren grassierte und ja geradezu die halbe Bevölkerung dahinraffte.

Wie sich die Schlagzeilen doch gleichen: Damals hieß es im Boulevard "Horror-Keime im Darm", heute ist es die "Angst vor der Darm-Seuche". Im Übrigen kostete der Noro-Virus seit den 70ern eine beträchtliche Zahl an Menschenleben, da kann Sportsfreund EHEC noch lange nicht mithalten. Und trotzdem erinnert sich keine Sau daran.

Das Schlimme ist ja: Es ist eben nicht nur die BILD. Auch die kritische Journaille für das aufgeklärte Bürgertum fügt sich nahtlos in die unverhältnismäßige Berichterstattung. EHEC beherrscht die Schlagzeilen.

Mal ganz ketzerisch gefragt: Wie viele Menschen starben bisher am Virus? Drei, vier? Ich weiß es ehrlich gesagt nicht. Und ich will es auch gar nicht wissen. Ich wette mit jedem, der dagegen hält, dass in einem Jahr niemand mehr vom "Killer-Virus" spricht. Wahrscheinlich wird es nicht einmal für den obligatorischen Kerner-Jahresrückblick genügen.

Und das ist auch gar nicht schlimm. Die Presse wird alsbald genug davon haben, die Gurken-verseuchte Sau durchs Dorf zu treiben. Dann ist endlich wieder Schluss mit "Alarm im Darm" und irgendwo findet sich ein "gefährliches Sex-Monster" auf der Flucht oder eine Lidl-Kassiererin, die wegen des Diebstahls einer Weintraube ihren hoffnungslos unterbezahlten Job verliert.

Zum Mittag gibts bei mir heute übrigens einen gemischten Salat.

Donnerstag, 12. Mai 2011

82 Kilometer für die Schale.

Jaja Freunde, ich weiß. Da es in drei Tagen schon wieder nach Dortmund geht und dort dann die Riesensause ansteht, lassen wir diese Eindrücke einfach mal in meinen kleinen Erlebnisbericht mit einfließen.

Es soll ja Menschen geben, für die meine BVB-Leidenschaft (da hätte ich doch glatt fast Obsession getippt...) schon schwer fassbar ist. Aber diese beiden Jungs schießen dann wohl doch den Vogel ab:

Der Schweizer BVB-Fan Florian Kurt aus dem eidgenössischen Aarwangen versprach seinen Dortmunder Bekannten in der Hinrunde, im Falle der Meisterschaft zurückzukommen – auf dem Rad. Bekanntermaßen ist der BVB mittlerweile Meister :-)))))))))) und Flo ist seit heute, Mittwoch Morgen, auf seinem Drahtesel unterwegs, um Deutschlands Fußballhauptstadt dann auch pünktlich zu den Festivitäten zu erreichen. Respekt dafür!

Wer erinnert sich nicht gern an den 8. Spieltag und das denkwürdige 2:1 der Borussia in Köln inklusive Privatfehde zwischen Nuri Sahin und Lu-Lu-Lu-Lukas Podolski (klarer Punktsieg Nuri!) zurück? Ich kann mich noch ganz genau erinnern, wie die hitzige Schlussphase die Emotionen hochkochen ließ, Poldi für Köln ausglich, sich im Anschluss Provokationen der untersten Schublade leistete und Nuri eiskalt mit dem Siegtor in der vierten Minute der Nachspielzeit zurückschlug. Geiles Spiel, spätes Tor, Adrenalin im ganzen Körper. Ein Fan kündigte dann auch sogleich Folgendes an: "Wenn die Jungs Meister werden, dann lauf' ich vom Dom bis nach Dortmund, ich sachet euch!"

Gesagt, getan: Der Mann steht zu seinem Wort und ist bereits unterwegs. Den 82-Kilometer-Marsch begleitet er dabei auch noch fröhlich auf Twitter.