...die Meisterschaft ist entschieden!" Borussias Ex-Coach Matze 'Motzki' Sammer sprachs und erstickte dann auch sogleich jegliche weitere Diskussion in der wöchentlichen Sky-Laberrunde zum Sonntag Abend mit einer ungeheuren Souveränität im Keim, dass es dem BVB ergehen könne wie Bayer vor neun Jahren: "Ja, aber das war ja auch Leverkusen... Und das jetzt ist Borussia Dortmund!"
Bäääm, mitten ins Gesicht, sag ich mal. Manchmal kann Fußball doch so einfach sein.
Dienstag, 26. April 2011
Donnerstag, 14. April 2011
Keine Freude
Schön, dass Chelsea es wieder einmal nicht schafft, den Titel zu holen. Mich würde wirklich mal interessieren, wie viele Millionen der Herr Abramowitsch in den vergangenen acht Jahren unterm Strich wirklich verbrannt hat. Eins steht fest: Die paar läppischen Meistertitel und FA-Cup-Siege können die Summe nicht im Geringsten aufwiegen. Die werden im Sommer wahrscheinlich den ganz großen Umbruch einleiten und dann mit einer arg verjüngten Mannschaft einen neuen Anlauf nehmen, um die CL-Trophäe doch noch irgendwann einmal nach London zu holen. Da halte ich es doch lieber mit ManUtd, Chelseas Viertelfinalgegner. Die haben auf den ersten Blick seit dem Weggang Cristiano Ronaldos nicht mehr die absolut überragende Truppe, spielen aber ganz unaufgeregt ihren Stiefel runter und gehen in den wichtigen Spielen am Ende eigentlich immer als Sieger vom Platz. Eine Eigenschaft, die Herr Abramowitsch zu kaufen nicht in der Lage scheint. Schön.
So beeindruckend Schalkes Leistungen gegen Inter auch waren, im Halbfinale ist Schluss. United wird sich das Finale durch zwei unspektakuläre 2:0-Siege sichern. Vielleicht freut sich der Kollege auf der Ersatzbank der Red Devils dann ja auch ein bisschen mehr als am Dienstag Abend. Aus verständlichen Gründen hielten sich seine sichtbaren Emotionen doch in Grenzen.
So beeindruckend Schalkes Leistungen gegen Inter auch waren, im Halbfinale ist Schluss. United wird sich das Finale durch zwei unspektakuläre 2:0-Siege sichern. Vielleicht freut sich der Kollege auf der Ersatzbank der Red Devils dann ja auch ein bisschen mehr als am Dienstag Abend. Aus verständlichen Gründen hielten sich seine sichtbaren Emotionen doch in Grenzen.
Donnerstag, 24. März 2011
Ein guter Freund
Wie genau definiert man einen guten Freund? Ist das etwa einer, dem man seine Sorgen und Nöte mitteilt? Der immer da ist, wenn man ihn braucht? Mit dem man die grandiosesten Nächte aufs Parkett legt? Oder der einfach pausenlos den selben Stuss erzählt, der einem eine Sekunde zuvor selbst noch im Kopf herumschwirrte?
Seit ein paar Tagen beschleicht mich ein seltsam ungutes Gefühl in der Magengegend. Lange habe ich mich geweigert, auf den fahrenden Meisterzug aufzuspringen und habe alle Versuche meiner Gesprächspartner, mir das M-Wort zu entlocken, erfolgreich parieren können. Doch nach dem sensationellen 3:1-Erfolg unserer Borussia in(!) München vor vier Wochen war es auch um mich geschehen. Was sollte denn jetzt noch passieren? Wer sollte diese Mannschaft noch stoppen können, wenn schon nicht Müller, Robben, Ribéry und Co.? Unglaubliche 12 Punkte betrug der komfortable Vorsprung nach diesem grandiosen Februar-Wochende auf Vize... ups, Leverkusen, ganze 16 auf die großen Bayern. Das Ding war durch, ganz klar.
Ich bin ein Gegner von Panikmache, wirklich. Auch bin ich kein Fan von übertriebenem Abfeiern kurzzeitiger Höhenflüge - sei es im Sport, in der Politik oder in welchem gesellschaftlichen Bereich auch immer. Doch nun, da ich am vergangenen Wochenende live im Stadion Zeuge des späten Ausgleichs der Mainzer wurde, werde ich langsam nervös. Legokusen hat zurzeit einen echten Lauf und ist mittlerweile auf sieben Punkte heran gerückt. Sieben Punkte! Vor neun Jahren gelang es Bayer itself, einen solch eigentlich beruhigenden Vorsprung noch an den letzten vier Spieltagen zu vergeigen. Nutznießer im Frühling 2002: Borussia Dortmund. In dieser Saison stehen nun sogar noch sieben Spiele an. Und zu allem Überfluss haben wir jetzt auch noch ein spielfreies Wochenende vor der Brust! Die Jungs sollen nur nicht anfangen, zu viel nachzudenken.
Und überhaupt: Mir geht das ganze Meister-Geseiere der letzten Tage schon etwas auf den Keks. Da gefiel mir das über Monate praktizierte Understatement doch deutlich besser. Mittlerweile hört man Kevin Großkreutz ja schon pausenlos davon schwärmen, was im Fall des Falles "hier abgehen würde". Jedes Medium giert nach immer neuen Aussagen zum Was-wäre-wenn und es ist natürlich auch okay, ab einem gewissen Zeitpunkt so selbstbewusst aufzutreten und das Ziel klar zu formulieren. Andernfalls macht man sich irgendwann auch unglaubwürdig. Aber eben nicht zu inflationell.
Ja, klar. Ich will ja auch dabei sein. Ich will die verdammte Polonaise über die B1 anführen. Aber bitte: Erst die Arbeit, dann das Vergnügen. Sollte es nämlich am Ende aus irgendwelchen Gründen nicht reichen, wäre das nach dieser Wahnsinns-Saison schon extrem bitter.
Ach ja, was hat das alles denn eigentlich mit dem Anfangsthema gemein? Nun, das ist relativ einfach, denn ich habe auf die Einstiegsfrage eine Antwort gefunden: Als ich neulich im Zug durch die Lande reiste und dieses ungute Gefühl plötzlich wieder in mir aufkam, teilte ich meine Sorgen per SMS. Zurück bekam ich – ca. eine Minute später – folgenden Satz:
"Vizekusen kann es nicht."
Ich war beruhigt und hatte – ungewollt – eine Antwort gefunden.
Seit ein paar Tagen beschleicht mich ein seltsam ungutes Gefühl in der Magengegend. Lange habe ich mich geweigert, auf den fahrenden Meisterzug aufzuspringen und habe alle Versuche meiner Gesprächspartner, mir das M-Wort zu entlocken, erfolgreich parieren können. Doch nach dem sensationellen 3:1-Erfolg unserer Borussia in(!) München vor vier Wochen war es auch um mich geschehen. Was sollte denn jetzt noch passieren? Wer sollte diese Mannschaft noch stoppen können, wenn schon nicht Müller, Robben, Ribéry und Co.? Unglaubliche 12 Punkte betrug der komfortable Vorsprung nach diesem grandiosen Februar-Wochende auf Vize... ups, Leverkusen, ganze 16 auf die großen Bayern. Das Ding war durch, ganz klar.
Ich bin ein Gegner von Panikmache, wirklich. Auch bin ich kein Fan von übertriebenem Abfeiern kurzzeitiger Höhenflüge - sei es im Sport, in der Politik oder in welchem gesellschaftlichen Bereich auch immer. Doch nun, da ich am vergangenen Wochenende live im Stadion Zeuge des späten Ausgleichs der Mainzer wurde, werde ich langsam nervös. Legokusen hat zurzeit einen echten Lauf und ist mittlerweile auf sieben Punkte heran gerückt. Sieben Punkte! Vor neun Jahren gelang es Bayer itself, einen solch eigentlich beruhigenden Vorsprung noch an den letzten vier Spieltagen zu vergeigen. Nutznießer im Frühling 2002: Borussia Dortmund. In dieser Saison stehen nun sogar noch sieben Spiele an. Und zu allem Überfluss haben wir jetzt auch noch ein spielfreies Wochenende vor der Brust! Die Jungs sollen nur nicht anfangen, zu viel nachzudenken.
Und überhaupt: Mir geht das ganze Meister-Geseiere der letzten Tage schon etwas auf den Keks. Da gefiel mir das über Monate praktizierte Understatement doch deutlich besser. Mittlerweile hört man Kevin Großkreutz ja schon pausenlos davon schwärmen, was im Fall des Falles "hier abgehen würde". Jedes Medium giert nach immer neuen Aussagen zum Was-wäre-wenn und es ist natürlich auch okay, ab einem gewissen Zeitpunkt so selbstbewusst aufzutreten und das Ziel klar zu formulieren. Andernfalls macht man sich irgendwann auch unglaubwürdig. Aber eben nicht zu inflationell.
Ja, klar. Ich will ja auch dabei sein. Ich will die verdammte Polonaise über die B1 anführen. Aber bitte: Erst die Arbeit, dann das Vergnügen. Sollte es nämlich am Ende aus irgendwelchen Gründen nicht reichen, wäre das nach dieser Wahnsinns-Saison schon extrem bitter.
Ach ja, was hat das alles denn eigentlich mit dem Anfangsthema gemein? Nun, das ist relativ einfach, denn ich habe auf die Einstiegsfrage eine Antwort gefunden: Als ich neulich im Zug durch die Lande reiste und dieses ungute Gefühl plötzlich wieder in mir aufkam, teilte ich meine Sorgen per SMS. Zurück bekam ich – ca. eine Minute später – folgenden Satz:
"Vizekusen kann es nicht."
Ich war beruhigt und hatte – ungewollt – eine Antwort gefunden.
Donnerstag, 3. März 2011
Trance.
Da sich die Beschwerde-Mails ob meiner Inaktivität auf dieser Seite so langsam stapeln - hier ein kurzes Update: Ich - und der ein oder andere aus dem engsten Bekanntenkreis - schwebe zur Zeit in einem sehr surrealen Mix aus purer Freude, Glückseligkeit und ungläubigem Kopfschütteln. Seit letztem Samstag glaube ich nun auch ganz fest an die Meisterschaft. Und könnte beim Gedanken daran vor Freude heulen. Nur nicht zu viel drüber nachdenken!
Es stehen wohl wunderschöne Wochen bevor. Ich werde versuchen, diese hier festzuhalten und das Blog regelmäßig zu befüllen. Bis dahin, einfach mal die Zeit genießen und sich Mitte Mai extatisch in die Arme fallen. Klingt nach 'nem fairen Deal!
Es stehen wohl wunderschöne Wochen bevor. Ich werde versuchen, diese hier festzuhalten und das Blog regelmäßig zu befüllen. Bis dahin, einfach mal die Zeit genießen und sich Mitte Mai extatisch in die Arme fallen. Klingt nach 'nem fairen Deal!
Dienstag, 1. Februar 2011
Sauerei der Woche
Skandal! Twitter schlägt mir in der Kategorie "Who to follow" doch tatsächlich vor, dem FC Sch**** 04 zu folgen. Noch alle Latten am Zaun? Programmiert mal eure Algorithmen vernünftig, ihr Voll-Mongos!
Und das drei Tage vor dem Derby. Ich bin empört.
Und das drei Tage vor dem Derby. Ich bin empört.
Mittwoch, 26. Januar 2011
Madame Courage oder "Ich werd dich auf deinen Platz verweisen, wo du hingehörst du Idiot!"
Credits für das Zitat in der Head an den ehrenwerten Klaus Kinski, aber zum Thema:
Eine ältere Dame will beim Juniorenspiel zwischen Chelsea und Arsenal ihren teuer erstandenen Platz auf der Tribüne einnehmen, doch was muss sie erblicken? Carlo Ancelotti, seines Zeichens durchaus erfolgreicher Coach der Profimannschaft, belegt exakt jenen. Doch schön zu sehen, dass auch ein hochbezahlter Startrainer nur mit Wasser kocht und seinen Platz nach ungläubigem Studium des Billets inklusive hochschnellender Braue räumen muss. Schön.
Eine ältere Dame will beim Juniorenspiel zwischen Chelsea und Arsenal ihren teuer erstandenen Platz auf der Tribüne einnehmen, doch was muss sie erblicken? Carlo Ancelotti, seines Zeichens durchaus erfolgreicher Coach der Profimannschaft, belegt exakt jenen. Doch schön zu sehen, dass auch ein hochbezahlter Startrainer nur mit Wasser kocht und seinen Platz nach ungläubigem Studium des Billets inklusive hochschnellender Braue räumen muss. Schön.
Donnerstag, 20. Januar 2011
Huch, da war ja was!
...und das bezieht sich zu gleichen Teilen auf diesen Post und die lange Inaktivität meinerseits auf diesem Kanal.
Folgende Anekdote kann und darf ich dem gemeinen Leser nicht vorenthalten: Jermaine Pennant, seines Zeichens aktuell Flügelspieler bei Stoke City und auch schon mal in Diensten des Arsenal FC und des Liverpool FC, trat vor Jahresfrist noch unter der Sonne Spaniens für Real Saragossa gegen den Ball. Als dann ein Angebot seines jetzigen Klubs ins Haus flatterte, zögerte der Gute nicht lang und entschied sich für die einjährige Leihe.
Da auch Fußballer vor weltlichen Dingen nicht gefeit sind, ging es ab nach Hause, Sachen packen, mit dem eigenen Wagen zum Flughafen und ab nach England. Als dann nach guten fünf Monaten das Telefon im Hause Pennant läutete und die Verantwortlichen seines Ex-Vereins aus Spanien höflich nachhakten, ob der werte Herr denn gedenke, seinen Porsche(!) irgendwann mal vom Flughafen in Saragossa abzuholen, hatte dieser nur folgende Worte zu entgegnen(sic!): "Mein Porsche? Ich kann mich nicht mal erinnern, dass ich einen Porsche besitze." Die Autoschlüssel fand man übrigens auf dem Beifahrersitz.
So viel Dekadenz ist fast schon wieder bewunderungswürdig.
Folgende Anekdote kann und darf ich dem gemeinen Leser nicht vorenthalten: Jermaine Pennant, seines Zeichens aktuell Flügelspieler bei Stoke City und auch schon mal in Diensten des Arsenal FC und des Liverpool FC, trat vor Jahresfrist noch unter der Sonne Spaniens für Real Saragossa gegen den Ball. Als dann ein Angebot seines jetzigen Klubs ins Haus flatterte, zögerte der Gute nicht lang und entschied sich für die einjährige Leihe.
Da auch Fußballer vor weltlichen Dingen nicht gefeit sind, ging es ab nach Hause, Sachen packen, mit dem eigenen Wagen zum Flughafen und ab nach England. Als dann nach guten fünf Monaten das Telefon im Hause Pennant läutete und die Verantwortlichen seines Ex-Vereins aus Spanien höflich nachhakten, ob der werte Herr denn gedenke, seinen Porsche(!) irgendwann mal vom Flughafen in Saragossa abzuholen, hatte dieser nur folgende Worte zu entgegnen(sic!): "Mein Porsche? Ich kann mich nicht mal erinnern, dass ich einen Porsche besitze." Die Autoschlüssel fand man übrigens auf dem Beifahrersitz.
So viel Dekadenz ist fast schon wieder bewunderungswürdig.
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